Weil auch Quanten-Systeme auf Wahrscheinlichkeiten basieren und nicht auf Gewissheiten, besteht die Herausforderung für diejenigen, die diese Innovationen entwickeln, nicht nur darin, die schnellsten und effizientesten Kombinationsmöglichkeiten von KI- und Quantensystemen aufzutun. Es geht dabei auch und insbesondere um das Thema Trust. Dieses Vertrauen müsste in Form von Cybersecurity Frameworks und -Regulierungen aufgebaut werden, die die Sicherheit, Transparenz und Governance optimieren. Das kann auch dazu beitragen, die Themenfelder Post-Quanten-Kryptografie, KI-Audits, Observability und Ethik anzugehen, die die Grundlage für widerstandsfähige digitale Ökosysteme bilden werden.
Auch wenn KI und Quantencomputing die menschliche Intelligenz nicht ersetzen werden, werden ihre Spuren in nicht allzu ferner Zukunft überall zu sehen sein. Die eigentliche Frage ist dabei jedoch, ob sich unsere Gesellschaft an das Tempo dieser technologischen Entwicklungen anpassen kann – bevor sie von ihr beherrscht wird. Trotz aller positiven Aussichten ist die Gefahr groß, dass die Kombination aus Quantum Computing und KI die Grundlagen des digitalen Vertrauens und der Privatsphäre, auf denen moderne Gesellschaften beruhen, untergraben. Und angesichts des immer näher rückenden Q-Day steigt auch die Dringlichkeit, sich auf die Post-Quanten-Welt vorzubereiten.
Für Unternehmen, Regierungen und Cybersicherheitsexperten heißt das in erster Linie, über die Innovation und den technologischen Fortschritt, den die Technologien mit sich bringen, hinauszublicken und die Resilienz in den Fokus zu nehmen. Das wird massive Investitionen erfordern, um ethische KI-Governance, Regulierungsrahmen und Vorschriften sowie Post-Quanten-Kryptografie-Standards in bestehenden Systemen zu fördern. (fm)
